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admirado | 26. Juni 2017

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Peru: Inka-Cola, Coca-Tee und etwas Cuy

Marktfrau in Cusco (Foto: Jan Thomas Otte) Magst du Coca-Blätter? Dosierte Droge gegen die Höhenkrankheit (Foto: Jan Thomas Otte) Llama vor Macchu Pichu (Foto: Jan Thomas Otte) Bunter Kirchgang in die Katehdrale (Foto: Jan Thomas Otte) Marktszene in Cusco (Foto: Jan Thomas Otte)
admirado
  • On 26. Dezember 2011
  • http://www.admirado.de

Im Land, wo Meerschweinchen (cuy) eine Delikatesse sind. Zwischen 6.000er-Gipfeln der Anden und Niederungen des Amazonas. Dort lag auch das Reich der Inkas, von der UNESCO geadelt, heute ein Touristenmagnet…

19.12. Unser Abenteuer hat begonnen. Wir sind in Lima gelandet. Am Flug gab’s wenig auszusetzen, außer vielleicht das etwas sonderbare Essen. Thomas ist schuld: er hatte bei der Flugbuchung als unsere Ernährungsvorliebe ‘Hindu Vegetarian’ angegeben.

Den ersten Streit unserer Reise haben wir also schon hinter uns. Morgen fliegen wir weiter nach Cuzco auf rund 3500 m Höhe…

Akklimatisieren mit Diamox…

20.12. Wir sind in Cuzco. Die ‘Ciudad imperial’ liegt circa 1000 km südöstlich von Lima mitten in den Anden. Hauptsächlich beschäftigt uns das Akklimatisieren an die dünne Höhenluft und das Aneigenen von Spanisch-Grundkenntnissen.

Die Stadt werden wir erst morgen erkunden. Für heute war schon der Weg zum Supermarkt im wahrsten Sinne des Wortes folgendes: atemberaubend. Mit Kopfschmerzen.

21.12. Kaum Anzeichen von Höhenkrankheit, dank Pillen und Coca-Blättern! Deshalb trauen wir uns heute auch ein wenig mehr Aktivität zu. Zuerst ein Rundgang durch die Stadt, dann zum Bahnhof für Tickets nach Machu Picchu.

Schließlich wagen wir uns sogar in die Markthalle. Dort gibt es komplette Schweine, aber auch Rindermäuler, diverse Innereien und gebratenen Meerschweinchen (cuy). Wir lassen das vor allem olfaktorisch auf uns wirken. Außerdem die üblichen Handelswaren: Obst, Gemüse, Kräuter, Hausrat, Bekleidung.

… und jeder Menge Coca-Tee

Wir stocken unseren Vorrat an Coca-Blättern für Tee und Kaugummi-Ersatz auf. Schnell wieder raus aus dem Getümmel. Am Nachmittag schauen wir uns noch eine alte Inka-Stätte oberhalb der Stadt an. Dabei werden wir klatsch-nass. Es ist eben Regenzeit.

23.12. Machu Picchu. Eigentlich hatten wir schon ein bisschen die Lust auf die Touristenattraktion Perus schlechthin, gar ganz Südamerikas verloren; eben weil es DIE Touristenattraktion ist. Bei unseren Streifzügen durch Cusco wurden wir an jeder Ecke mit Angeboten für den Inka-Trail genervt, Tagesausflügen zum ‘alten Berg’ .

Traveller und Backpackerwollen es anders. Wir haben uns ein Zug-Ticket am Bahnhof gekauft, vorausgesetzt man findet ihn, die günstigere Wahl.

Die Anfahrt ist dann allerdings etwas mühsamer, wenn man wie wir Geld und Zeit sparen will. Zuerst per “collectivo”, Toyota Highaces die als Sammeltaxi (wie fast überall um den Equator) fahren, nach Ollantaytambo.

Zwischen Regenwald und Hochebene

Dann weiter per Zug, da hier keine Straße mehr weitergeht. Dann noch mal per “ecologia”-Bus das letzte Stück den Berg hoch zur Anlage. Erster und letzter Eindruck: es lohnt sich doch! Vor allem, wenn sich die dichte Regenwolken-Decke öffnet, Sonnenstrahlen alle Grüntöne des Regenwaldes zum Leuchten bringen.

Soweit zur Szenerie der Natur. Die Kultur: Es ist zwar schon beeindruckend, wie die Inka riesige Felsblöcke sorgfältig behauen haben, um sie zu akkuraten Mauen zusammenzufügen. Andererseits ist die Anlage “nur” rund 500 Jahre alt. Zu dieser Zeit wurden in Europa bereits mächtige Kathetralen gebaut…

Für uns hat den Reiz von Machu Picchu nicht die Inka-Stätte selbst ausgemacht, viel mehr die Lage mitten im Regenwald, umgeben von 6000m hohen Schneebergen.

Kühle Nächte in der Regenzeit

25.12. Feliz Navidad! Draußen strömt der Regen. Ein bisschen schadenfroh sind wir schon, dass wir nicht 4 Tage lang den Inka-Trail gewandert sind.

Wir warten auf den Nachtbus nach Bolivien. Ich sehe uns ja schon nur in Unterhosen am Busterminal zurückbleibend. Die Schauergeschichten aus diversen Reiseblogs tragen nicht gerade zur Entspannung bei…

Bolivien ist mit das ärmste Land Südamerikas, ein krasser Widerspruch zu seinen Bodenschätzen! Wir freuen uns aber sehr auf die Isla del Sol im Titicaca-See und die Salar de Uyuni. Bald mehr davon. Auch wie die Reise danach nach Chile und Argentinien weitergeht…

Artikelbilder: © Jan Thomas Otte

Logbuch| Marion Hansberg und Jan Thomas Otte haben bisher nur Spanisch verstanden. Nun sprechen sie es auch – ein bisschen! Unterwegs mit dem Rucksack vom Equator bis nach Feuerland. Entlang der Anden gen Süden: Peru, Bolivien, Chile und Argentinien. Die Antarktis heben sie sich fuer ein anderes Mal auf…