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admirado | 22. August 2017

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Bregenzer Festspiele: Chinesische Mauer, Märchen und 1001 Tage

Tausende Besucher, eine Seebühne (Foto: Karl Forster/ Bregenzer Festspiele) Der Zylinder, das Zentrum der konzentrierten Bühne (Foto: Karl Forster/ Bregenzer Festspiele) Prinzessin Turandot ist fassungslos (Foto: Karl Forster/ Bregenzer Festspiele)
Jan Thomas Otte

Im Reich der Mitte, dreitausend Jahre ist es her. Das Märchen von der chinesischen Prinzession Turandot liefert den Stoff, mit dem die Macher der Bregenzer Festspiele den Balanceakt wagen. Zwischen Opernfans und dem großen Zielpublikum, dass vielleicht zum ersten Mal die berühmteste Tenorarie hört. In diesem Sinne, „Nessun dorma“ und erste Ausschnitte…

China ist gar nicht so weit weg vom Bodensee. „Nessun dorma“ – keiner darf schlafen, denn bis zum Morgen muss die chinesische Prinzessin den Namen des unbekannten Prinzen erfahren haben. Calaf konnte als Erster ihre drei Rätsel lösen, doch er begehrt Turandots wahre Liebe…

Eine der berühmtesten Arien schrieb Giacomo Puccini in seiner letzten Oper. Die chinesische Prinzessin Turandot hat „Nessun dorma“ als Befehl für eine Nacht ausgegeben: Erfährt sie nicht bis zum Morgen den Namen des unbekannten Prinzen, muss sie dessen Liebe erwidern. Bisher hat sie sich die Männer durch einen brutalen Schwur ferngehalten:

Wetterfeste Bühne – sogar bei Sturm

Wer Turandot erobern möchte, muss drei Rätsel lösen. Scheitert er, verliert er seinen Kopf. Der unbekannte Prinz ist wie so viele Männer vor ihm gebannt von Turandots Erscheinung. Als Erster löst er alle drei Rätsel. Doch er wünscht sich ihre wahre Zuneigung und stellt ihr seinerseits ein Rätsel. Findet sie bis zum nächsten Morgen heraus, wie er heißt, dann ist er bereit zu sterben. Eine andere Frau, Liù, kennt den Namen, doch nimmt das Geheimnis mit in ihren ergreifenden Tod – sie hat den Prinzen zu sehr geliebt.

Wie der nun folgende Liebesrausch von Turandot und Calaf klingen soll, hat den Komponisten jahrelang beschäftigt. Mit den Worten seiner Textdichter war er unglücklich und skizzierte immer neue Möglichkeiten. Puccinis eigener Tod im Jahr 1924 ließ die Oper unvollendet, sein Kollege Franco Alfano komponierte auf Grundlage der Skizzen einen Schluss.

Feuer bringt Eis zum Schmelzen

Chinesisches Kolorit, mächtige Chorszenen und von ihren Gefühlen überwältigte Figuren bestimmen dieses Werk. Die Rätselszene wird zum musikalischen Wettkampf zwischen Sopran und Tenor. Effektgeladen und hingebungsvoll lässt Puccini seine Liebenden nach den Sternen greifen. China – Feuer und Eis am See!

Mehr Infos, Programm und Tickets unter: http://bregenzerfestspiele.com/de/programm/turandot

Artikelbilder: © Karl Forster/ Bregenzer Festspiele

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