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admirado | 25. Juni 2017

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Chile: Revolution, Putsch und ein Geisterhaus

Drei Generationen - zwei Regime - ein Land: Chile (Foto: Ilja Mess) Familienzwist - Nicht nur im Geisterhaus (Foto: lja Mess)
admirado
  • On 27. November 2014
  • http://www.admirado.de

Die Militärdikatur in Chile war schrecklich, keine Frage. Doch sie hatte auch ihre Gründe im Vakuum, einem Ungleichgewicht zwischen Konservativen und Sozialisten die nicht miteinander reden wollten. Isabelle Allende beschreibt das eindrücklich in ihrem “Geisterhaus”, einem komplexen Familienstreit. Das Theater zum Buch, in Deutschland…

Isabel Allende gehört zu den wichtigsten Gegenwartsautorinnen, nicht nur in Chile sondern Lateinamerika insgesamt. Ihre Romane setzen sich regelmäßig mit den großen Fragen Emanzipation, Politik und Vergangenheitsaufarbeitung auseinander. Ihr Debütroman »Das Geisterhaus« spannt einen erzählerischen Bogen über das Chile des 20. Jahrhunderts und mehrere Generationen der Familie Trueba hinweg bis in die Zeit nach dem blutigen Putsch General Pinochets.

Aufstieg und Fall des Familienpatrons

Die Geschichte der Familie Trueba beginnt mit der Heirat von Esteban Trueba, Emporkömmling und Landbesitzer und der hellsichtigen Clara in einer scheinbar geordneten Gesellschaft. Zusammen begründen sie eine Familie, deren persönliche Geschichte und Geschichten eng verbunden sind mit den Geschehnissen und der politischen Gewalt in Chile.

In flirrenden Bildern wird vom Aufstieg Estebans, der Geburt der Kinder und Enkelin, dem drohenden Zerfall der Familie und nicht zuletzt vom Schicksal einer ganzen Nation erzählt, die im blutigen Kampf der politischen Systeme versinkt. Gerade die Frauen der Familie und ihre Beziehung zum Familienpatriarchen Esteban sind dabei Spiegel einer Welt, in der geisterhafte Geschehnisse und politische Umbrüche mit unbezähmbarer Gewalt alles umwälzen.

Umbruch und politische Gewalt

Johanna Wehner wurde in Bonn geboren, studierte dort Philosophie und Germanistik, bevor sie an der Bayrischen Theaterakademie »August Everding« das Regiestudium aufnahm. Für ihre Inszenierung von Schimmelpfennigs »Der goldene Drache« am Staatstheater Stuttgart wurde sie 2011 von »Theater Heute« mehrfach als beste Nachwuchsregisseurin nominiert. Zuletzt leitete sie die Box des Schauspiel Frankfurt, mit der Spielzeit 2014/15 wechselt sie als Oberspielleiterin ans Theater Konstanz.

Artikelbilder: © lja Mess

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